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Auf Anfrage eines Benutzers in einem RPG-Maker Forum, in dem ich angemeldet bin, habe ich für den RPG-Maker XP ein kleines Ruby-Skript geschrieben, mit dem sich ähnlich wie mit den Eventbefehlen des Makers, Bilder anzeigen lassen.

Wichtigster Unterschied zu den Eventbefehlen, die Eventbefehle erlauben nur maximal 50 Bilder gleichzeitig auf dem Bildschirm, mit meinem Skript sind beliebig viele Bilder möglich.

Die Einbindung des Skripts in ein eigenes Projekt ist simpel. Einfach ein neues Skript über dem Skript main einfügen und den Code dort reinkopieren.

Benutzt wird das Skript über simple Befehle, die sich in einem Event über den Eventbefehl Skript ausführen lassen. Folgende Befehle stehen zur Verfügung:

PM.newPic(id, filename)
Damit erzeugt man ein neues Bild, das unter der gegebenen id (eine Zahl > 0) verwaltet wird und dessen Inhalt aus der gegebenen Datei geladen wird.

PM.movePic(id, x, y[,z ])
Mit diesem Befehl setzt man das Bild an eine neue Position. id bestimmt das Bild, welches bewegt werden soll. x, y und z sind die neuen Koordinaten des Bildes. Die Z-Koordinate ist optional und sollte nur angegeben werden, wenn eine Änderung des Z-Wertes gewünscht ist.

PM.erasePic(id)
Mit diesem Befehl lässt sich das, durch id bestimmte Bild, löschen.

PM.zoomPic(id, zoomLevel)
Hiermit lässt sich die Größe des Bildes ändern, in der es angezeigt wird. Die Angabe erfolgt in % wobei 100% der Orginalgröße entspricht.

PM.setOpacity(id, opac)
Hiermit lässt sich die Opacity (das Gegenteil von Transparenz) einstellen. Die gültigen Werte reichen von 0 (vollständig transparent) zu 255 (vollständig sichtbar)

Many Pics (src)

Ja ich lebe noch. Auch wenn die Uni gerade diesen Sommer mir viel Zeit abverlangt hat, ist dies nicht der alleinige Grund warum so lange kein neuer Eintrag kam.
Ich wollte dieses Blog ja mehr auf Spiele-entwicklung und Programmierung ausrichten und gerade da war meine Motivation in den letzten Monaten nahezu null. Die Betonung liegt hierbei auf war.

Maßgeblich beteiligt an meiner neuen Motivation sind die beiden in der Überschrift genannten Aspekte.

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Man kann über Windows sagen was man will, für viele Hobbyprogrammierer und auch Informatiker ist es sicherlich nicht das Betriebssystem der ersten Wahl.
Dennoch werde ich in nächster Zeit meine Programmierprojekte unter Windows XP schreiben und testen.

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Zumindest bezogen auf dieses Blog hier.

Anfangs hatte ich überlegt das Blog stark auf das Go-Spiel auszurichten, allerdings ist ein reines Go-Blog als Werbeträger für das Go-Spiel nicht unbedingt wahnsinnig gut geeignet, denn schließlich besuchen ja hauptsächlich Go-Spieler auch Go-Blogs. Auch ist das Go nur eines meiner Hobbys und die meisten Themen die man in dem Bereich ansprechen könnte, wären primär auch nur wieder für Go-Spieler interessant und verständlich.

Also habe ich mich entschieden das Themenspektrum des Blogs im kommenden Jahr etwas zu erweitern und vermutlich auch den Schwerpunkt zu verlegen. Hin zu meinem anderen Hobby, mit einer deutlich größeren Zielgruppe und auch der Möglichkeit wirklichen Mehrwert für Leute bieten zu können. Denn letztlich sollen die Leute gerne auf mein Blog kommen und lesen, ich will keine dieser sinnlosen Online-Tagebücher - die Web 2.0-Version der überflüssigen "Über mich"-Seiten - wo jede Menge persönlicher Sachen drin stehen, die kaum jemanden interessieren.

Von daher wird es ab nächstem Jahr drei große Oberthemen in diesem Blog geben:
Videospiele allgemein, wobei mein Interesse da weniger auf den allerneusten Top-Titeln liegt, sondern breiter gefächert ist und insbesondere Strategie, Rollenspiel und Wirtschaftssimulation einschließt.
Spieleprogrammierung und Programmierung allgemein. Als Informatikstudent ist die Programmierung schließlich meine bevorzugte Berufsperspektive und Spieleprogrammierung dabei die kreative und spaßige Variante. Dieser Bereich schließt auch das eher theoretische Game Design ein.
Und als drittes Bein wird das Go-Spiel diesem Blog erhalten bleiben. Wie stark es erhalten bleibt, oder ob es eine Randerscheinung im Blog sein wird kann ich natürlich noch nicht sagen, ich sehe es eher als interessanten Blick über den Videospiel-Tellerrand hinaus.

Das ganze wird dann natürlich begleitet von einer leichten Umbennenung und Umstruktierrung der Seitenleiste, das Layout wird allerdings bleiben.

Ansonsten verabschiede ich mich jetzt in die Weihnachtsferien (auch wenn diese erst am kommenden Samstag anfangen).

Go ist ein Denkspiel und daher muss man beim Go spielen viel denken. Leute die weniger viel oder intensiv denken sind daher beim Go im Nachteil - könnte man meinen.

Mitnichten...

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Gestern ging der zweite Generalkonsul-Pokal in Düsseldorf zuende. Wie schon im letzten Jahr wurde es ein wunderbares Turnier, das sich einen Stammplatz in meinem persönlichen Turnierkalender mehr als verdient hat.

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Zwar mit gut einer Woche Verspätung, aber besser spät als nie, ist hier jetzt der Nachtrag zum St. Augustiner Turnier Go im Kloster.

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Am kommenden Wochenende (1. & 2. November) findet in St. Augustin bei Bonn, zum dritten mal das Turnier Go im Kloster statt. Den ungewöhnlichen Namen hat dieses Turnier daher, daß es im Kloster der Steyler Missionare stattfindet. Womit dieses Turnier einen der schönsten Turnierorte hat, den ich je gesehen habe.

Zeitgleich zum normalen Turnier findet dort die diesjährige Deutsche Paargo Meisterschaft statt, eine Übertragung der PaarDM-Spiele auf KGS ist laut Dgob-Forum geplant. Wer also nicht zum Turnier kommen kann/will, kann sich auf KGS sicher einige interessante Partieen anschauen.

Ich selbst werde das normale Turnier besuchen und hoffentlich einige schöne Fotos schießen, die es hier dann wohl zu sehen gibt. Ich möchte aber nichts versprechen (vor allem da ich keine eigene Kamera habe und mir für die zwei Tage wohl eine von meinen Eltern leihen muss).

Alle weiteren Informationen zum Turnier gibt es auf den Seiten der Go-Rheinsieg Gruppe. www.go-rheinsieg.de

it is something unearthly . . . If there are sentient beings on other planets, then they play Go.

Emanuel Lasker

Einige Worte habe ich schon über das Spiel Go verloren, aber mehr über die Faszination des Spiels, weniger über das Spiel selber. Dies möchte ich nun nachholen, denn dieses Spiel soll zumindest einen thematischen Schwerpunkt dieses Blogs bilden.

Go ist ein abstraktes strategisches Brettspiel für zwei Spieler. Ursprünglich in China entwickelt verbreitete es sich im asiatischen Raum und gelangte über Japan in den letzten hundert Jahren auch in den Westen. Andere Bezeichnungen für das Spiel ist Weiqi in China und Baduk in Korea.

Gespielt wird auf einem Brett von 19x19 Linien. Die Schnittpunkte dieser Linien (insg. 361 an der Zahl) bilden das Spielfeld für die Go-Partie.
Die beiden Spieler setzen nun abwechselnd schwarze und weiße Steine auf diese Schnittpunkte, wobei der Spieler, der schwarz hat anfängt.
Einmal gesetzte Steine werden nicht mehr bewegt, wodurch sich das Brett im Laufe des Spiels immer mehr füllt.
Gesetzte Steine sind über die Linien (also waagerecht und senkrecht, nicht diagonal) mit ihren Nachbarpunkten verbunden. Liegt dort ein gleichfarbiger Stein bilden die Steine zusammen eine Gruppe, eine untrennbare Einheit. Ist der Punkt direkt neben einem Stein bzw. einer Gruppe von Steinen leer, so nennt man ihn eine Freiheit des Steines bzw. der Gruppe.
Diesen Freiheiten kommt eine wichtige Bedeutung zu, denn jeder Stein oder Gruppe braucht mindestens eine Freiheit zum Überleben. Werden alle Freiheiten einer Gruppe von Steinen der gegnerischen Farbe zugesetzt, gilt die Gruppe als geschlagen und wird vom Brett genommen. Dabei ist es verboten seine eigene Gruppe zu schlagen (also sich selber die letzte Freiheit zuzusetzen - das sogenannte Selbstmordverbot).

Das Ziel des Spiels ist es nun die eigenen Steine so geschickt zu platzieren, daß man möglichst viele leere Punkte auf dem Brett mit eigenen Steinen umschließt und so zu seinem Gebiet macht.
Beendet ist das Spiel wenn beide Spieler der Meinung sind, daß es keine vernünftigen Züge mehr gibt und daher passen. Danach werden alle Steine die auf jeden Fall geschlagen werden können, als geschlagen betrachtet und vom Brett genommen (ein explizites Schlagen ist nicht notwendig). Nachfolgend wird das Gebiet, daß die Steine umschließen gezählt, wobei jeder leere Schnittpunkt 1 Punkt wert ist. Dazu werden die Steine addiert, die man im Laufe der Partie vom Gegner geschlagen hat, wobei hier auch jeder Stein 1 Punkt wert ist. Gewonnen hat dann logischerweise der Spieler, der die höhere Gesamtpunktzahl erreicht hat.
Da Schwarz den Vorteil des ersten Zuges hat, kriegt Weiß am Ende 6,5 Punkte extra, das sogenannte Komi. Der halbe Punkt ist dabei absichtlich eingeführt worden um ein Unentschieden zu verhindern.

Dies ist nur eine kurze Einführung in die Go-Regeln beinhaltet aber alle wichtigen Punkte. (Es gibt noch eine Sonderregel, die sogenannte Ko-Regel welche das Verhalten in bestimmten besonderen Situationen bestimmt, der Einfachheit halber habe ich hier darauf verzichtet)
Wer eine genauere Einführung in das Spiel sucht und auch selber spielen möchte, für den habe ich einige Links zusammengestellt. Der Interaktive Kurs zum Go ist eine exzellente schrittweise Einführung in die Regeln und Strategien des Spiels und gibt Gelegenheit diese auch direkt in kleinen praktischen Übungen zu trainieren.
Auf den Seiten des Deutschen Go Bund findet man alle Informationen rund um das Go-Spiel und Go-Leben in Deutschland. Besonders hervorzuheben ist die Liste aller Spielabende in Deutschland, wo sich im Schnitt einmal in der Woche Go-Spieler zum gemütlichen Spiel finden. Im dortigem Forum kann man aber nach Spielern in der eigenen Umgebung fragen, sollte kein Spielabend in der Nähe sein.
Als letztes möchte ich dann auf den KGS Go Server hinweisen. Es gibt einige Möglichkeiten im Internet Go zu spielen, aber KGS hat sich in der deutschen und auch englischsprachigen Community recht gut durchgesetzt. Auf keinen anderem, mir bekannten, Server werdet ihr als Anfänger so viele hilfsbereite deutschsprachige Spieler finden. Und das zu jeder Tag- und Nachtzeit. Auf KGS bin ich unter dem Nick MagicMagor aktiv, ihr könnt mich jederzeit ansprechen, wenn ich online sein sollte.

Als allerletztes sei noch auf zwei weitere Links hingewiesen. Die deutsche Wikipedia hat einen exzellenten Artikel zum Go-Spiel, der neben Regeln und Grundbegriffen der Strategie, auch die Geschichte des Spiels anspricht.
Als primäre Informationsquelle im Internet bezüglich des Go-Spiels hat sich das Wiki Senseis Libary etabliert. Das größtenteils englischsprachige Wiki bietet im Grunde genommen jede nur erdenkliche Information zum Spiel, die irgendwie interessant sein könnte.

Eigentlich wollte ich einen Beitrag über die Faszination des Go-Spiels schreiben, aber beim Sinnieren darüber ist mir aufgefallen, daß es wohl ein grundlegenderes Phänomen gibt, das eine Faszination auf mich, und vermutlich auch etliche andere, ausübt.

Ich bin ein großer Fan Wirtschaftssimulationen, sei es als Brettspiel (Monopoly zB) oder als Videospiel. Was diese Sorte von Spiel gemein mit Go hat, ist das Konzept des Aufbaus. Es geht darum eine eigene kleine Position aufzubauen und auszubauen. Dabei trifft man auf Widerstand aus der generellen Umgebung (Marktbedingungen, Spielbrettgröße) aber auch auf Gegenspieler, die dasselbe wie man selber versuchen wodurch ein Kampf um die begrenzten Ressourcen entsteht.
Aber auch wenn ein Kampf entsteht und dieser Kampf mitunter die spannenste und interessanteste Komponente des Spiels ist, so ist der friedliche Grundtenor des Aufbaus doch immer noch präsent. Der Kampf ist nur ein Mittel um sich die begrenzten Ressourcen zu sichern, die für den Aufbau benötigt werden, er ist nicht der Zweck des Spiels.

Das Spielfeld im Go ist anfangs leer, wie ein Stück unberührte Natur, das es zu kultivieren gilt. Bleibt anfangs noch jeder Spieler unter sich so kommt es bald zu Grenzstreitigkeiten und die ersten kleinen lokalen Konflikte brechen aus, bis der Kampf wächst und größere Teile des Brettes dominiert. Aber es gibt auch immer wieder friedliche Zwischenphasen, in denen beide Spieler ihre Wunden lecken und neue Möglichkeiten suchen ihr Gebiet aufzubauen. Und gegen Ende erscheint das Brett nahezu lebendig, die beiden streitenden Parteien haben sich geeinigt und beschließen das Spiel in einer friedlichen Ko-existenz. Es ist unmöglich im Go das ganze Brett für sich zu beanspruchen (oder zumindest, selbst unter schwächeren Spielern sehr selten), eine Strategie die auf die totale Vernichtung des Gegners abzielt führt mit großer Wahrscheinlichkeit zum Scheitern.

Im Gegensatz zum Go, ist Schach ein vom Prinzip her kämpferisches Spiel. Beide Spieler starten mit einer Stellung an Figuren und versuchen sich gegenseitig auszumanövrieren mit dem einzigen Ziel den Anführer der gegnerischen Partei zu schlagen. Ist das Spielfeld zu Beginn noch voller Bewegung und Leben so lichten sich die Reihen im Laufe des Spiels bis am Ende nur noch nackte Skelette der einsten Armeen übrig sind. Wo das Go-Brett am Ende einer friedlichen Einigung, einem Kompromiss gleicht, so gleicht das Schachbrett am Ende eher einem blutigem Schlachtfeld, auf dem es nur einen Überlebendem geben kann.

 

Woher kommt diese Faszination, die der, vom prinzip her doch friedliche, Aufbau auf einige Menschen ausübt? Offensichtlich ist er stark genug, daß er sich in diversen Spielen als Grundkonzept wiederfindet. Der Kampf war schon immer Bestandteil des menschlichen Lebens, seit der Steinzeit kämpften die Menschen, gegen Raubtiere, gegen das Wetter oder generell ums Überleben und manchmal leider auch gegeneinander.
Der Aufbau dagegen scheint mir ein "moderneres" Prinzip zu sein, dessen Wurzeln ich in der Entwicklung der Wirtschaft sehe, genauer gesagt in der Idee der Arbeitsteilung und der Währung als universelles Tauschobjekt.
Mussten die Menschen anfangs noch alle Produkte des täglichen Bedarfs (insbesondere Nahrung und Kleidung) selber herstellen, erlaubte der Handel ein konzentrieren auf bestimmte Produkte, die man dann gegen Geld und andere Produkte austauschte. Das Leben glich weniger einem Kampf gegen die Unbillen der Natur, sondern einem Aufbau, einem Aufbau von Komfort und Luxus, ermöglicht durch den Handel. Und letztlich war es doch dieser Komfort und Luxus, der es uns Menschen ermöglicht hat uns zu entwickeln, neue Ideen und Fortschritt zu erzeugen.

So gesehen, ist der Kampf vielleicht das ältere Konzept, der Aufbau als modernes Konzept das wesentlich fruchtbarere.

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